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Historie
Im Frühjahr 1974 begann eine Gruppe handballbegeisterter Vereinsmitglieder mit dem Training und nahm - zunächst mit einer Männermannschaft in der Kreisklasse C - am Punktspielbetrieb des damaligen Handballkreises Wetzlar/Dillenburg teil. Zu den Gründern zählten auch unsere leider viel zu früh verstorbenen Freunde Fritz Fuhrländer und Volker Gombel.
Im Laufe der Zeit stießen immer mehr Handballer zu der jungen Abteilung ; aus einer Mannschaft wurden zwei, man widmete sich verstärkt der Jugendarbeit, erste Erfolge stellten sich ein.
So wurde die erste Meisterschaft in der Hallensaison 1976/77 errungen. Ohne Punktverlust wurde die I. (Männer-)Mannschaft Meister der C-Klasse und stieg in die B-Klasse auf. Einen weiteren Meistertitel holte sich die männl. D-Jugend in der Spielzeit 79/80. Jetzt spielten bereits 5 Jugend- und 2 Männerteams für den TV Werdorf.
Das Spieljahr 1980/81 sollte der Handballabteilung den größten Erfolg seit ihrer Gründung bringen: Mit der Verpflichtung des Ex-Bundesliga-Spielers Dr. H.-J. Völpel vom TV Hüttenberg als Spielertrainer errang die "Erste" den Titel in der B-Klasse und stieg in die A-Klasse auf. Auch im Pokalwettbewerb gelang ein Riesenerfolg. Der TVW stieß bis in die 1. Runde auf Verbandsebene vor, wo er sensationell den Oberligisten TSG Schlitz eliminierte. In der 2. Runde kam leider das "Aus" gegen Kirch-/Pohl-Göns.
Ähnlich spektakuläre Erfolge gab es in der Folgezeit nicht mehr. Im Gegenteil: die Abteilung musste auch empfindliche Nackenschläge hinnehmen. So unter anderem den Zwangsabstieg wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls. Allerdings gelang in den Folgejahren der Wiederaufstieg in die B- und in die A-Klasse.
In der Zwischenzeit hatte der TV Werdorf auch mit dem Frauenhandball begonnen und weiter in die Nachwuchsarbeit investiert. Die ersten Jugendlichen konnten in die Aktivenmannschaften eingegliedert werden.
Mit dem Bau einer Sporthalle in Werdorf wurden endlich auch die äußeren Voraussetzungen für eine effektivere Arbeit geschaffen. Am 2. September 1988 spielten zur offiziellen Halleneröffnung das deutsche Hallenhandball-Weltmeisterteam von 1978 gegen die Bundeswehr-Nationalmannschaft, die 1987 Militär-Weltmeister geworden war.
Doch trotz dieser besseren Bedingungen für den Handballsport wurde in der Folgezeit immer deutlicher, dass der TV Werdorf ein Nachwuchsproblem hatte. Das natürliche Einzugsgebiet des Vereins, die vielen unterschiedlichen Sport- und Freizeitangebote sowie nachlassende Geburtenzahlen machten die Nachwuchsarbeit "mangels Masse" immer schwieriger. So kam der Gedanke auf, die noch vorhandenen Ressourcen durch eine Zusammenarbeit mit anderen Vereinen zu erhalten und zu stärken.
Als Folge dieser Überlegungen schloss sich am 1. Juli 1992 die Handballabteilung des TV 09 Werdorf mit der bereits seit dem 1. April 1974 bestehenden SG Katzenfurt/Ehringshausen zur Handballspielgemeinschaft (HSG) Dilltal zusammen. Ziel dieses Zusammenschlusses war, durch Bündelung der gemeinsamen Kräfte und eine gezielte, kontinuierliche Jugendarbeit allen Handballinteressierten auf lange Sicht atTRaktive Möglichkeiten zur Ausübung ihres Sports zu bieten bzw. zu erhalten.
Heute lässt sich feststellen, dass dieser Zusammenschluss richtig war. Aus der zielgerichteten gemeinsamen Arbeit der drei Nachbarvereine TV Werdorf, TV Ehringshausen und TV Katzenfurt (dillaufwärts gesehen) ist eine leistungsstarke, für die Jugend wie für die Aktiven gleichermaßen interessante Handballspielgemeinschaft entstanden, die den Erwartungen ihrer Gründer in den nunmehr 11 Jahren des Bestehens in vollem Umfang gerecht geworden ist. (W.B.)
Nähere Informationen zu den Mannschaften der HSG Dilltal finden sich auf der
Hier gibt es auch Links zum Handballbezirk Giessen, zu SIS-Handball, dem Sportinformations- und Ergebnisdienst, und nicht zuletzt auch zu den beiden anderen Trägervereinen der HSG Dilltal: dem TV Ehringshausen und dem TV Katzenfurt.